Fünf Männer mit gelben Sicherheitswesten neben einem Gabelstapler und einem beladenen LKW in einer Lagerhalle.

Automatisiertes Be- und Entladen von Sattelaufliegern

Intelligente Verknüpfung von Straße und Schiene im Güterverkehr
Projekt Auto-Load treibt die Zukunft der Logistik-Automatisierung voran

Viele Abläufe in der Logistik erfolgen noch immer manuell – das ist zeitaufwendig, fehleranfällig und oft auch wenig nachhaltig. Genau hier setzt das Forschungsprojekt Auto-Load an: Gemeinsam mit drei Partnern arbeitet Rotte daran, die Güterlogistik stärker zu vernetzen und zu automatisieren.

Täglich sind laut Bundesverkehrsministerium rund 1,3 Millionen Lkw auf deutschen Autobahnen unterwegs, um Waren zu transportieren. Gleichzeitig nutzen über 51.000 Züge das Schienennetz – darunter zahlreiche Güterzüge, die eine zentrale Rolle für die Wirtschaft spielen. Beide Verkehrsträger stehen jedoch vor ähnlichen Herausforderungen: Es fehlt an Automatisierung und Vernetzung. Zugverbände werden manuell zusammengestellt, ebenso erfolgt das Be- und Entladen von Containern und palettierter Ware größtenteils von Hand. Während der Straßenverkehr zudem mit hohen CO₂-Emissionen belastet ist, stößt der Schienenverkehr an infrastrukturelle Grenzen.

„Die bestehenden Transportsysteme sind bislang kaum aufeinander abgestimmt und arbeiten nicht ausreichend zusammen“, erklärt Franz-Barthold Gockel, Geschäftsführer bei Rotte. Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand: Güterzüge sind besonders effizient auf langen Strecken, während Lkw ihre Stärken im Kurzstreckenbereich und auf der sogenannten „letzten Meile“ ausspielen. Genau diese Kombination möchte das Projekt Auto-Load durch automatisierte Be- und Entladeprozesse optimal nutzen.

Mehr Effizienz durch Automatisierung von Be- und Entladeprozessen

Ein entscheidender Ansatz für einen nachhaltigeren Gütertransport ist die intelligente Verknüpfung von Straße und Schiene. Grundlage dafür ist die automatisierte Handhabung von Ladeeinheiten. Durch Technologien zur Identifikation, Lokalisierung und Bewegung von Gütern wird eine automatisierte Be- und Entladung ermöglicht – zunächst im Warenlager der Schmitz Cargobull AG.

Optimierte Ladestrategien sorgen dafür, dass vorhandener Laderaum besser genutzt wird. Dadurch kann die Anzahl der benötigten Fahrzeuge reduziert werden. Ziel von Auto-Load ist es, Logistikprozesse effizienter und sicherer zu gestalten, Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche nachhaltig zu stärken.

Demonstrator macht Potenziale sichtbar

Im Rahmen des Projekts analysieren die beteiligten Expertinnen und Experten Anforderungen sowie Schnittstellen für automatisierte Prozesse. Parallel dazu werden technische Systemkomponenten entwickelt und integriert. Grundlage bildet das umfassende Know-how von Rotte in den Bereichen Mechatronik, Automatisierung, Robotik, System Engineering, Bildverarbeitung und Datenanalyse.

Gemeinsam mit den Projektpartnern entsteht ein Demonstrator, der die Möglichkeiten der automatisierten Güterverladung anschaulich präsentiert. „Mit Auto-Load leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigeren Gütertransport“, betont Tobias Thebille, Leiter der Elektrotechnik bei Rotte.

Hintergrund zum Projekt Auto-Load

Das Forschungsprojekt Auto-Load läuft von Mai 2025 bis 2028 und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Europäischen Union im Rahmen des EFRE/JTF-Programms gefördert. Zum Konsortium gehören das Fraunhofer IEM, die Schmitz Cargobull AG, die Ulrich Rotte Anlagenbau und Fördertechnik GmbH sowie die verlinked GmbH. Unterstützt wird das Projekt durch die assoziierten Partner Schnellecke Logistics und SE DB Cargo AG sowie den Projektträger Jülich (PtJ).

«Zum Projektplakat

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